CT des Herzens und der Gefäße 2017-04-12T14:44:46+00:00

CT des Herzens

UNTERSUCHUNGSVORBEREITUNG

Für den Untersuchungsablauf ist es wichtig , dass Sie einen rhythmischen Puls ohne Herzrhythmusstörungen  und eine Herzfrequenz um ca. 60 Schläge pro Minute haben. Gegebenenfalls kann durch entsprechende Herzmedikamente (ß-Blocker ) die Frequenz gesenkt werden. Besprechen Sie sich bitte auch mit Ihrem Hausarzt oder wenden sich an uns. Wenn Sie Voruntersuchungsergebnisse haben, bringen Sie diese bitte mit.  Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere Broschüre über die virtuelle Darstellung der Herzkranzarterien.

UNTERSUCHUNGSABLAUF

Die Untersuchung erfolgt in bequemer Rückenlage in unserem Computertomographiegerät und ist völlig schmerzfrei. Zuerst wird ein EKG angeschlossen und dann ein venöser Zugang in einer Armbeuge angelegt. Hierüber wird später das Kontrastmittel injiziert . Danach erfolgt die Untersuchung ohne Kontrastmittel zur Darstellung möglicher Verkalkungen der Herzkranzarterien und im Anschluss daran die Durchführung mit i.v. Kontrastmittel zur Darstellung der Durchgängigkeit der Gefäße. Hierbei kommt es häufig zu einem Hitzegefühl im Körper, das durch das Kontrastmittel ausgelöst wird und schnell wieder verschwindet. Diese Reaktion ist normal und entspricht keiner Kontrastmittelallergie. Während der Untersuchung müssen Sie für etwa 40 Sekunden die Luft anhalten .Dies wird aber vorher mit Ihnen geübt. Danach ist die Untersuchung abgeschlossen und kann nach der Auswertung mit Ihnen besprochen werden.

WAS LEISTET DIE METHODE ?

Die Mehrschicht-Computertomographie des Herzens wird durch die zunehmende Verbreitung schneller Geräte für einen größeren Patientenkreis verfügbar. Zu den schon vorhandenen technischen Möglichkeiten der Herzdiagnostik kommt hiermit eine weitere Methode hinzu. Obwohl die Katheterangiographie noch Standard in der Diagnostik der Koronargefäßdarstellung ist, rechtfertigt die Invasivität dieses Eingriffes und ihre zwar seltenen, aber im Einzelfall gravierenden Komplikationen sowie die Kenntnis, dass ein großer Prozentsatz der Untersuchungen nur diagnostischen Zwecken dient, die Suche nach nicht-invasiven Alternativen. Demzufolge ist die computertomographische Coronarangiographie eine schnelle und schmerzlose Alternative mit einer für die Beurteilung vergleichbaren guten Bildqualität. Mit den heute verfügbaren Mehrzeilen-Computertomographiegeräten ist es erstmals möglich geworden, eine gute Diagnostik zur Untersuchung des Herzens und der Herzkranzgefäße durchzuführen.

Verkalkungen innerhalb der Koronararterienwand sind ein Indikator für das Bestehen einer koronaren Herzerkrankung. Da Verkalkungen bereits vorliegen können, bevor sich eine koronare Herzerkrankung klinisch manifestiert, gewinnt die Koronarkalkdarstellung bei Patienten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko zunehmend an Bedeutung. Unter Berücksichtigung der Prävalenz der koronaren Herzerkrankung und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Bedeutung ihrer Folgen, kommt der Vorbeugung hierbei eine erhebliche Bedeutung zu.

Aufgrund der hohen Röntgendichte von Calzium ist die Computertomographie sehr gut zum nicht-invasiven Nachweis von Kalkablagerungen insbesondere in den Koronararterien geeignet. Die computertomographische Coronarangiographie bietet darüber hinaus die Möglichkeit zum Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung bei Patienten mit untypischen Thoraxschmerzen, zu Verlaufskontrollen nach endovaskulären Revaskularisationen (Stent-Implantation) und zur Kontrolle der Durchgängigkeit von Bypass-Gefäßen.

Da die Untersuchungsmethode in erster Linie vorbeugenden Charakter hat, eignet sie sich vor allem für Risikopatienten, bei denen bisher mit anderen konventionellen Methoden keine koronaren Durchblutungsstörungen festgestellt werden konnten. Es können auch Patienten mit Herzschrittmachern untersucht werden. Patienten mit tachycarden Herzrhythmusstörungen sollten jedoch nur dann untersucht werden, wenn durch eine ausreichende antiarrhythmische Therapie eine Senkung der Herzfrequenz auf ca. 60 bis 65 Schläge pro Minute erreicht werden kann.