CT-Gesteuerte Stranzbiopsie 2017-04-12T14:59:16+00:00

CT-GESTEUERTE STRANZBIOPSIE

WAS LEISTET DIESE METHODE ?

Die CT-gesteuerte Stanzbiopsie dient der Gewinnung von Gewebematerial zur histologischen Aufarbeitung. Häufig handelt es sich hierbei um Tumorbildungen oder unklare, meist entzündliche Leberveränderungen. Die CT-gesteuerte Stanzbiopsie ersetzt meist einen größeren operativen Eingriff und kommt in nahezu jeder Körperregion zum Einsatz. Die CT-Steuerung erlaubt Punktionen auch kleiner, tief im Körperinneren lokalisierter, suspekter Lymphknoten oder Tumorbildungen.

Nach sorgfältiger Planung des Eingriffs und Darstellung der Zielregion im CT wird die Biopsienadel (Coaxialtechnik) und CT-Steuerung in der zu biopsierenden Region platziert. In der Regel werden mehrere Gewebestanzen entnommen. Das Material wird im Pathologischen Institut Dr. de Leon und Kollegen in Koblenz aufgearbeitet, innerhalb von maximal 5 Arbeitstagen steht das histologische Ergebnis fest.

UNTERSUCHUNGSABLAUF

Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung erfolgen, wir bevorzugen allerdings eine Kurznarkose, weil durch die Ruhigstellung des Patienten die Präzision des Eingriffs verbessert wird. Die Narkose wird von erfahrenen Anästhesisten eingeleitet und überwacht.

Komplikationen sind aufgrund der CT-Steuerung sehr selten. Möglich sind Blutungen, je nach Punktionsort auch Verletzungen von Nerven. Bis jetzt wurden in unserem Institut etwa 600 Biopsien ambulant durchgeführt, die Komplikationsrate liegt unter einem Prozent.

Zur Vorbereitung des Eingriffs erfolgt grundsätzlich ein venöser Zugang. Nach Punktion werden die Patienten überwacht und nach abschließenden CT-Kontrollaufnahmen nach Hause entlassen oder in das zuweisende Krankenhaus zurückverlegt.