MRT der Brust 2017-04-11T15:25:19+00:00

MRT der Brust

Die Kernspintomographie ist ein wertvoller Baustein der Mammadiagnostik. Sie ist eine hochsensible Methode, die besonders dann zum Einsatz kommt, wenn eine ausführliche Diagnostik mittels Mammographie, Ultraschall und evtl. sogar Biopsien keine ausreichende Klarheit über den Gesamtbefund ergeben haben.

Sie wird üblicherweise eingesetzt:

  • Vor einer notwendigen Brustkrebsoperation, sollte der Verdacht auf weitere in der Mammographie und in der Sonographie nicht erkennbare Herde bestehen.
  • Wenn in der Achselhöhle Metastasen auftreten und der Arzt ein verstecktes Mammakarzinom vermutet.
  • Wenn nach einer Krebsoperation mittels Mammographie und Ultraschall ein Tumorrezidiv nicht sicher ausgeschlossen werden kann. (Diese Untersuchung kann dann frühestens 6 Monate nach abgeschlossener Operation oder 12 Monate nach erfolgter Bestrahlung erfolgen.)
  • Sinnvoll kann das MRT der Brust auch sein, wenn der Verdacht auf eine Ruptur einer Silikonprothese besteht.
  • Manchmal ist ein MRT auch im Rahmen der Krebsvorsorge empfehlenswert, wenn das Brustdrüsengewebe zu dicht oder durch mastopathische oder andere Veränderungen nicht ausreichend in der Mammographie und im Ultraschall beurteilbar sind.
  • In sogenannten Zentren für familiären Brustkrebs (z.B. an den Unikliniken) wird die Kernspintomographie der Brust auch in der Brustkrebsfrüherkennung bei jungen Frauen mit genetisch nachgewiesener familiärer Brustkrebsgefährdung angewandt.

Die Kernspintomographie der Brust, wie bereits gesagt, ist eine hochsensible Methode und aber deshalb auch schwer zu interpretieren, da auch oft gutartige Veränderungen der Brust sich in dieser Untersuchung mit einer Kontrastmittelanreicherung zeigen. Somit wird relativ oft „falscher Alarm“ ausgelöst.

Für Sie als Patientin ist zu beachten, dass Sie sehr zum Gelingen dieser Untersuchung beitragen können, indem Sie 1. aktuelle Mammographie- und Sonographiebefunde mitbringen und 2. während der ca. 25-minütigen Untersuchung völlig bewegungslos auf dem Bauch im Gerät liegen bleiben, da während dieser Zeit viele 100 mm dünne Schichtbilder aufgenommen werden.

Die Kernspintomographie der Brust ist nur bei bestimmten Indikationen eine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkasse. Der Arzt kann Sie hier genau beraten.