SKLETTSZINTIGRAPHIE 2017-04-12T10:22:42+00:00

SKLETTSZINTIGRAPHIE

Bei der Skelettszintigraphie wird Ihnen ein Radiopharmakon, das an einen sogenannten Phosphonat-Komplex gekoppelt ist, in eine Armvene gespritzt. Je nach Fragestellung erfolgt eine Durchblutungs- und Frühaufnahme unmittelbar nach der Injektion. Dabei zeigen sich krankhafte Veränderungen in den Weichteilen, wie z. B. den Muskeln und Gelenken. Nach den Frühaufnahmen haben Sie mindestens zwei Stunden Zeit und können die Praxis verlassen. Während dieser Zeit wird die radioaktive Substanz aktiv in den Knochen eingebaut. Ein Knochen ist kein statisches Gebilde, sondern unterliegt beständigen Um-, Ab- und Aufbauprozessen, ähnlich wie Ihre Darmschleimhaut oder auch Ihre Haare. Diese Vorgänge macht sich die Nuklearmedizin zunutze, um krankhafte Veränderungen im Knochenstoffwechsel aufzuzeigen.

Die wichtigsten Indikationen zur Skelettszintigraphie sind die Darstellung von Gelenkentzündungen (= Arthritis), z. B. bei rheumatischen Erkrankungen, die Tumordiagnostik und Tumornachsorge (Knochenmetastasensuche) sowie eine Reihe von orthopädischen und chirurgischen Fragestellungen (z. B. Durchblutungs- und Weichteilveränderungen im Rahmen von Frakturheilungen, Gelenkprothesenlockerungen).

Übrigens – bei diesen Untersuchungen können Sie durch Trinken von Wasser, Saft, Tee etc. aktiv dazu beitragen, dass die radioaktive Substanz aus Ihrem Körper möglichst schnell wieder ausgeschieden wird.

UNTERSUCHUNGSVORBEREITUNG UND ABLAUF

Für die Untersuchung werden ca. 1-2 ml einer radioaktiv markierten Substanz in die Armvene injiziert. Da es sich nicht um ein jodhaltiges Kontrastmittel handelt, treten auch keine Kontrastmittelnebenwirkungen oder allergische Reaktionen auf. Die Strahlenbelastung ist äußerst gering.

WAS LEISTET DIE METHODE?

Die Substanz lagert sich im Knochen ein und nach ca. 2 bis 3 Stunden kann mit der Gammakamera die Darstellung des Skelettsystems durchgeführt werden. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, direkt nach der Injektion Aufnahmen zur Darstellung der Substanzverteilung in den Blutgefäßen und den Weichteilen durchzuführen, um Aufschluss über entzündliche Weichteilveränderungen zu bekommen.

  • Ergänzung zur konventionellen Röntgendiagnostik von Knochen- und Gelenkveränderungen
  • genaue Lokalisation und Ausbreitung von Veränderungen im Bereich des Skelettsystems erkennen,
    z.B. zur Darstellung von Knochenmetastasen, entzündlichen Veränderungen und Arthritis.