Behandlungsablauf 2017-04-12T14:06:42+00:00

PATIENTENINFORMATION

WICHTIGE INFORMATIONEN

Ein Überblick zu Behandlung und Verlauf. Lesen Sie diese Informationen aufmerksam durch.

PATIENTENINFORMATION

zur Strahlentherapie im Strahleninstitut CDT GmbH
Von ärztlicher Seite wurde Ihnen oder Ihnen nahe stehenden Personen eine Strahlentherapie angeraten. Diese Art der Therapie wird vor allem bei der Krebsbehandlung mit großem Erfolg angewandt. Mit den hier aufgelisteten Informationen möchten wir Ihnen den Behandlungsablauf
näher bringen und damit die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit schaffen.

Vorstellungsgespräch
Vor dem Beginn der Behandlung wird Ihnen zunächst ein Termin für das Vorstellungs- oder Erstgespräch mitgeteilt. Ein Arzt oder eine Ärztin klären Sie über den Ablauf, die Dauer der Behandlung und mögliche Nebenwirkungen auf. Alle Fragen zur Therapie können hier besprochen werden. Falls Sie uns telefonisch erreichen wollen, dann finden Sie hier die wichtigsten Telefonnummern.

Zu diesem Ersttermin sollten Sie mitbringen

  • Eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt
  • Informationen zum bisherigen Behandlungsablauf
    (Arztbrief, Histologie, Operationsbericht, Medikamentenplan usw.)
  • Aktuelle Röntgenbilder bzw. Computertomographie-, MRT- oder Knochenszintigrammbilder

Behandlungsvorbereitung
In dieser Planungsphase bestimmen die Radioonkologen und Medizin-Physiker anhand der über Sie vorhandenen Unterlagen das genaue Behandlungsgebiet und den genauen Behandlungsablauf. Dazu kann unter Unständen eine Computertomographie (CT) zur Bestrahlungsplanung nötig sein. Sie erhalten den entsprechenden Termin beim Vorstellungsgespräch.

CT-Simulation
Mit einem speziellen Computertomographen (CT) – der CT-Simulation – erfolgt die genaue Einstellung des zu bestrahlenden Gebietes. Unter Umständen müssen bei der Positionierung des Körpers spezielle Lagerungshilfen eingesetzt werden, so dass Ihre Lage während der einzelnen Behandlungen stabil bleibt. Auf Ihrer Haut werden die Feldmarkierungen aufgetragen. Es ist wichtig, dass diese Markierungen während der Behandlung nicht entfernt werden. Markierungen im Gesichts- und Halsbereich werden auf einer individuell für den Patienten angefertigten Maske aufgezeichnet.

Wie geht die Bestrahlung vor sich
Ein Bestrahlungszyklus beinhaltet 10-30 Behandlungen, die Anzahl ist unter anderem abhängig von der Erkrankung und der Lokalisation des zu bestrahlenden Gebietes. Diese Behandlungen erhalten Sie täglich von Montag bis Freitag – außer an Sonn- und Feiertagen – zu einem festen Termin. Bringen Sie dazu bitte ein großes Badetuch mit, auf das Sie sich während der Behandlung legen können. Die eigentliche Bestrahlung dauert nur wenige Minuten.

Was müssen Sie während der Behandlung beachten
Während der Strahlenbehandlung sollten Sie die Haut im Bestrahlungsgebiet absolut trocken halten und 3-4 mal täglich mit Babypuder behandeln. Eine ausreichende Ernährung während der gesamten Bestrahlung ist vorteilhaft. Es ist meist nicht nötig, eine spezielle Diät einzuhalten. Bei Bestrahlungen des Halses und des Oberkörpers sollten Sie Zitrusfrüchte und – Säfte (z.B. Orangen, Zitronen, Kiwis …) sowie Salatessig und scharfe Speisen meiden, denn sie reizen die Schleimhäute im Mund, in der Speiseröhre und im gesamten Verdauungstrakt zusätzlich. Auf den Genuss von Alkohol und Nikotin sollten Sie während der Bestrahlung verzichten. Bei Bestrahlung des Bauchraumes kann es zu Unverträglichkeiten von Kaffee und Milchprodukten kommen.

Mögliche Nebenwirkungen
Die meisten Patienten vertragen die Strahlentherapie gut, so dass die Therapie ambulant durchgeführt werden kann. Gelegentlich können jedoch Nebenwirkungen auftreten. Diese hängen unter anderem vom bestrahlten Tumorvolumen, von der Dosis und von individuellen Faktoren ab. Hautverbrennungen, wie sie früher bei älteren Bestrahlungsgeräten und -techniken beobachtet wurden, sind heute selten. Jedoch kann die Haut bei der Bestrahlung und empfindlichen Patienten in Mitleidenschaft gezogen werden: sie kann wie bei einem Sonnenbrand reagieren, eine Reaktion, die sich nach der Behandlung wieder zurückbildet. Während der Behandlung gilt jedoch: Die Haut im Bestrahlungsgebiet soll nicht gewaschen werden. Es dürfen auch keine Cremes oder Deodorants in diesem Bereich verwendet werden. Sollten bei Ihnen in dieser Zeit Probleme auftreten, wenden Sie sich bitte an den Arzt oder die Ärztin. Bei vielen Patienten kommt es im Laufe der Behandlung zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Auch diese Symptome bilden sich im Laufe weniger Wochen nach Abschluss der Behandlung zurück. Einige Nebenwirkungen sind vom Ort der Bestrahlung abhängig: Sind zum Beispiel bei Bestrahlung des Mund- und Rachenraumes Schleimhäute und Speicheldrüsen im Bestrahlungsfeld, kann es zu Entzündungen im Mund- und Rachenraum und zu Mundtrockenheit kommen. Sind Magen und Darm im Bestrahlungsfeld, können Durchfälle und Übelkeit auftreten. Wird das Becken bestrahlt, kann es zu Blasen- und Harnröhrenreizung kommen. Wird eine Kombination mit einer Chemotherapie durchgeführt, kann es zu einer Blutbildveränderung kommen, bei diesen Behandlungen wird das Blutbild regelmäßig kontrolliert. In ca. 5 % können chronische, meist irreversible Behandlungsfolgen nach Jahren der Behandlung auftreten. Ihr Arzt wird sie über das Risiko bei der jeweiligen Art des Bestrahlungsvolumens aufklären. Diese möglichen Veränderungen sind der Grund, dass parallel zur regelmäßigen Tumornachsorge eine strahlentherapeutische Nachuntersuchung notwendig ist.