Mammadiagnostik

Mit Hilfe moderner, sicherer und schonender Diagnostik kann den Patientinnen in vielen Fällen eine Operation für die histologische Sicherung abklärungswürdiger Befunde erspart werden.

Zur Mammadiagnostik zählen:

  • Brustdrüsensonographie
  • Mammographie
  • Kernspintomographie der Brust

 

 

Mammadiagnostikleistungen im CDT Köln

  • Brustdrüsensonographie

    Die Sonographie der Brust ist die wichtigste Zusatzuntersuchung bei Abklärung unklarer Befunde. Mit der Ultraschalluntersuchung werden wichtige Informationen über erkennbare Herdbefunde gesammelt. So erfährt man unter anderem, ob diese zystisch oder solide sind oder ob sie zur Zerstörung der normalen Gewebsarchitektur führen.

    Das Brustdrüsengewebe ist individuell sehr unterschiedlich dicht. Bei hoher Dichte (ACR III und IV) ist das individuelle Brustkrebsrisiko etwas erhöht, aber die Aussagekraft der Mammographie eingeschränkt. In diesen Fällen sollte eine ergänzende Sonographie erfolgen.

    Bei Frauen unter 40 Jahren ist der Ultraschall die Methode zur Wahl der Abklärung von klinischen Auffälligkeiten.

  • Mammographie

    Die Mammographie ist zurzeit die einzige für die Erkennung von Brustkrebsvorstufen oder früheren Tumorstadien anerkannte Methode der Diagnostik. Sie wird eingesetzt:

    • Zur Vorsorge / Brustkrebsfrüherkennung: Der individuelle Nutzen einer Mammographie überwiegt ab dem Alter von 40 Jahren der Strahlenbelastung. Für Frauen zwischen 50 und 70 Jahren wird das Mammographie-Screening angeboten.
    • Zur Abklärung auffälliger klinischer Befunde: Ab dem 40. Lebensjahr sollte jeder klinisch auffällige Befund zunächst mammographisch abgeklärt werden, wenn die letzte Mammographie älter als 6 – 12 Monate ist. Ergänzend wird dann immer die Sonographie zur weiteren Differenzierung eingesetzt.
    • Zur Nachsorge nach der Therapie eines Mammakarzinoms: In den ersten drei Jahren der Nachsorge erfolgt alle sechs Monate eine Mammographie der betroffenen Seite. Die Gegenseite wird jährlich untersucht. Ab dem 4. Jahr sollten Mammographien beidseitig jährlich durchgeführt werden.
    • Zur gezielten Vorsorge bei Frauen mit familiärer Brustkrebsbelastung: Bei diesen Frauen erfolgen in der Regel jährliche Mammographien ergänzt durch einen Ultraschall. Das Vorsorgeschema muss hier immer an das persönliche Risikoprofil der Frau angepasst werden. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt daraufhin an.
  • Kernspintomographie der Brust

    Die Kernspintomographie ist ein wertvoller Baustein der Mammadiagnostik. Sie kommt besonders dann zum Einsatz, wenn eine ausführliche Diagnostik mittels Mammographie, Ultraschall und evtl. sogar Biopsien keine ausreichende Klarheit über den Gesamtbefund ergeben haben.

    Sie wird üblicherweise eingesetzt:

    • Vor einer notwendigen Brustkrebsoperation, sollte der Verdacht auf weitere in der Mammographie und in der Sonographie nicht erkennbare Herde bestehen.
    • Wenn in der Achselhöhle Metastasen auftreten und der Arzt ein verstecktes Mammakarzinom vermutet.
    • Wenn nach einer Krebsoperation mittels Mammographie und Ultraschall ein Tumorrezidiv nicht sicher ausgeschlossen werden kann. (Diese Untersuchung kann dann frühestens 6 Monate nach abgeschlossener Operation oder 12 Monate nach erfolgter Bestrahlung durchgeführt werden.)
    • Sinnvoll kann das MRT der Brust auch sein, wenn der Verdacht auf eine Ruptur einer Silikonprothese besteht.
    • Manchmal ist ein MRT auch im Rahmen der Krebsvorsorge empfehlenswert, wenn das Brustdrüsengewebe zu dicht oder durch mastopathische oder andere Veränderungen nicht ausreichend in der Mammographie und im Ultraschall beurteilbar ist.
    • In sogenannten Zentren für familiären Brustkrebs (z. B. an den Unikliniken) wird die Kernspintomographie der Brust auch in der Brustkrebsfrüherkennung bei jungen Frauen mit genetisch nachgewiesener familiärer Brustkrebsgefährdung angewandt.

    Die Kernspintomographie der Brust ist eine hochsensible Methode, deshalb ist sie aber auch schwer zu interpretieren. Oft zeigen sich auch gutartige Veränderungen der Brust in dieser Untersuchung mit einer Kontrastmittelanreicherung. Somit wird relativ oft „falscher Alarm“ ausgelöst.

    Für Sie als Patientin ist zu beachten, dass Sie bitte aktuelle Mammographie- und Sonographiebefunde mitbringen. Während der ca. 25-minütigen Untersuchung sollten Sie völlig bewegungslos auf dem Bauch im Gerät liegen bleiben, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.

    Die Kernspintomographie der Brust ist nur bei bestimmten Indikatoren eine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkasse. Der Arzt kann Sie hier genau beraten.

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SPRECHSTUNDEN

Montag - Donnerstag: 7.00 - 18.00 Uhr
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  • Dr. med. Thomas Bartz Facharzt für Diagnostische Radiologie