Therapeutische Röntgenreizbestrahlung

 

Unser Bewegungsapparat besteht aus zahlreichen Komponenten wie Knochen, Knorpel, Sehnen, Bändern, Muskeln und Schleimbeuteln. Nicht nur durch den normalen Alterungsprozess, sondern auch durch Unfälle oder Fehlbelastung kann es zu Reiz- und Entzündungszuständen kommen. 

Eine Entzündung ist eine Reaktion des Körpers entweder auf Fremdkörper, Krankheitserreger oder mechanische Reize wie Druck oder Reibung. Letztere spielen vor allem bei degenerativen Prozessen an den Gelenken eine große Rolle. 

Bei einer aktivierten Arthrose entzündet sich das abgeriebene Knochen- und Knorpelmaterial. Das führt zu Schwellungen und starken Schmerzen im betroffenen Gelenk. Weitere nicht-infektiöse Entzündungen sind unter anderem das sogenannte Impingement- oder Engpasssyndrom an der Schulter. Alles was den sowieso schon engen Raum im Schultergelenk noch weiter einschränkt, führt dazu, dass Strukturen wie Sehnen oder Schleimbeutel an Knochen reiben und sich entzünden.

Generell können Schleimbeutelentzündungen, egal an welcher Stelle, sehr schmerzhaft sein. Auch Sehnenansatzbeschwerden wie der Tennis- oder Golferellenbogen oder ein Fersensporn machen sich durch entzündliche Prozesse bemerkbar.

Medikamente und Spritzen bringen häufig nicht die gewünschte Schmerzlinderung oder drängen die Beschwerden nur für eine kurze Zeit zurück. Eine schonende Methode, die völlig ohne direkte Manipulation des Gelenks auskommt, ist die therapeutische Röntgenbestrahlung

 

Röntgenreizbestrahlung

Mithilfe von Röntgenstrahlen können nicht nur Aufnahmen vom Inneren des Körpers gemacht, sondern auch bestimmte Abläufe auf Zellebene gebremst werden. Zum Beispiel solche, die ausschlaggebend für das Entzündungsgeschehen sind. 

Die Strahlentherapie kann in niedriger Dosierung auch bei gutartigen Erkrankungen eingesetzt werden. Die Röntgentiefenbestrahlung wirkt entzündungshemmend und dadurch schmerzlindernd

Durch die niedrig dosierten Röntgenstrahlen wird die Entzündung zunächst eingedämmt, um dann mit der Zeit abzuklingen. Die Schmerzen lassen nach und die Patienten können sich wieder besser und freier bewegen und finden aus einer eingenommenen Schonhaltung heraus. Eine Schonhaltung wird oft aufgrund der Beschwerden eingenommen und wirkt sich negativ auf die gesamte Körperstatik aus. 

Die Strahlendosis bei der therapeutischen Röntgenreizbestrahlung ist sehr gering. Normalerweise bestrahlen die Ärzte zwei bis dreimal pro Woche, jeweils etwa eine Minute lang den betroffenen Körperabschnitt über einen Zeitraum von ca. drei Wochen.

Eine sogenannte Erstverschlimmerung ist ein Zeichen dafür, dass die Behandlung anschlägt. Nach einigen Wochen werden die Schmerzen weniger oder lassen ganz nach. 

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  • Dr. med. Tomas Jamitzky Facharzt für Strahlentherapie

Fachartikel zur Röntgenreizbestrahlung von Dr. Jamitzky

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Behandlungsspektrum der therapeutischen Röntgenreizbestrahlung

Kalkschulter
Tennis- oder Golfer-Ellenbogen
Aktivierte Arthrose
Plantarfasziitis (Fersensporn)
Periarthristis Humeroscapularis (PHS) (Schultersteife)
Impingement-Syndrom (Schulterengpass-Syndrom)
Patellaspitzen-Syndrom (Springer Knie)
Entzündlich degenerative Veränderungen am Akromioklavikulargelenk (Schultergelenk)
  • Welche Krankheiten lassen sich mit Röntgenreizbestrahlung behandeln?

    Die Grunderkrankung als solche lässt sich damit nicht heilen - mit Cortisoninjektionen ist dies aber ebenfalls nicht möglich. Die Röntgenreizbestrahlung ist ein hervorragendes Instrument, um viele entzündungsbedingte Schmerzen zu lindern und daraus resultierende Bewegungseinschränkungen aufzuheben.

  • Wie funktioniert die Röntgenbestrahlung?

    Der zu behandelnde Bereich wird gezielt Röntgenstrahlen ausgesetzt. Diese therapeutische Röntgenbestrahlung beeinflusst spezielle zelluläre Prozesse. Damit wird die Entzündung gelindert und der Sehnenapparat kann mehr oder weniger in den Normalzustand zurückkommen. Insbesondere der etwas seltenere, laterale Fersensporn spricht gut auf die Behandlung an. Außerdem können Fußerkrankungen wie die Fibromatose der Plantaraponeurose, auch bekannt unter dem Namen Morbus Ledderhose, im Anfangsstadium gut mit der Röntgenbestrahlung behandelt werden. Das gilt auch für den entzündeten Schleimbeutel bei einer akuten Kalkschulter oder auch anderen Schultererkrankungen, die sich durch ein schmerzhaftes lmpingment äußern, aber auch für die Reizung bei Sehnenansatzbeschwerden wie etwa beispielsweise beim Tennis- oder Golferellbogen oder den entzündlich bedingten Überlastungsschmerz am Daumensattelgelenk.

  • Wie ist der Behandlungsablauf bei der therapeutischen Bestrahlung?

    Grundlage für die Bestrahlung im Strahleninstitut Köln ist mittlerweile eine 3D-Vermessung mittels Computertomografie, anhand derer die konkreten Areale bestimmt werden. Dadurch kann der entzündete Faszien-/Sehnenapparat präzise und zielgenau bestrahlt werden. Bei der Bestrahlung selbst sorgen zusätzlich spezielle Karbonfaserhalterungen für die exakte Positionierung des Fußes oder des Armes. Diese muss schließlich bei jeder Einheit identisch sein, um die Strahlendosis so gering wie nur möglich bei gleichzeitig effektivster Wirkung zu halten. Die Behandlung ist schmerzfrei. In manchen Fällen tritt zunächst eine Art Erstverschlimmerung auf, die allerdings ein Indiz dafür ist, dass die Behandlung erfolgversprechend ist.

  • Wie oft muss bestrahlt werden und welche Kosten kommen auf die Patienten zu?

    Es sind zwischen acht und zehn Bestrahlungseinheiten, die abhängig von der Art und der Ausprägung der Symptome durchgeführt werden. Jede Einheit dauert dabei nur etwa eine Minute, sodass es sich nicht um einen hohen Zeitaufwand handelt. Die schon lange etablierte Behandlungsform wird bei passender Indikation von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen voll erstattet.

  • Wann profitieren die Betroffenen von der Wirkung der Bestrahlung. Wie sind die Ergebnisse allgemein?

    Nach Abschluss der Behandlungsserie lassen die Beschwerden in der Regel innerhalb der folgenden Wochen immer mehr nach. Mit der endgültigen Wirkung ist nach sechs bis acht Wochen zu rechnen. Bei über 80 Prozent der Patienten kann mit der Therapie Schmerzfreiheit oder eine wesentliche Linderung erreicht werden. Die Bestrahlung kann jedoch auch wiederholt werden, sollten die Schmerzen noch vorhanden sein.  Auch bei diesen Patienten kann noch zu einem hohen Prozentsatz eine Besserung erreicht werden. 

Plantarfasziitis - Fersensporn

Bei Fußschmerzen ist nicht selten eine sogenannte Plantarfasziitis, im Volksmund auch unter dem Namen „Fersensporn“ bekannt, die Ursache der Beschwerden. Eine wirksame konservative Behandlungsmethode ist die therapeutische Röntgenbestrahlung. Sie bekämpft die entzündlichen Prozesse und sorgt für Schmerzlinderung, sodass die Betroffenen weniger eingeschränkt sind. Meist verbessert sich ihre Lebensqualität merklich. 

Ursachen der Fußschmerzen

Die genauen Ursachen für die schmerzhafte Entzündung des Sehnenstranges unter dem Fuß sind nicht bekannt, es besteht aber die berechtigte Annahme, dass es sich um eine Überlastungsreaktion handelt. Zu solchen übermäßigen Belastungen des Fußes kann es beispielsweise durch eine falsche Technik beim Sport oder Training, aufgrund von Fehlstellungen des Fußes, Degeneration oder Verschleiß kommen. 

Schlechte Schuhe können auch eine Rolle bei der Entstehung eines Fernsensporns spielen. Durch eine Art Verkrampfung und Entzündungen kommt es dann zu Beschwerden. Diese erstrecken sich über die gesamte Fußlänge und können – im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium – das Gehen sehr erschweren, wenn der physiologische Abrollvorgang zu schmerzhaft ist. Damit ist die Lebensqualität der Betroffenen stark eingeschränkt.

Diagnose der Plantarfasziitis mit MRT

Die Plantarfasziitis kann mit einer Verkalkung des Sehnenansatzes einhergehen. Diese wird auch als Fersensporn bezeichnet und ist dann auf einem herkömmlichen Röntgenbild, das zusätzlich zu einer klinischen Untersuchung gemacht werden kann, sichtbar. Jedoch kann die Erkrankung auch ohne diese Kalkablagerungen bestehen und sehr schmerzhaft sein. Wird in dem Fall nur von dem Röntgenbild ausgegangen, was manchmal auch aus Kostengründen der Fall ist, kann die Erkrankung nicht erkannt werden. Möglich ist die Diagnosestellung jedoch mittels Magnetresonanztomografie. Ein MRT-Bild bietet dem behandelnden Arzt eine sehr gute Darstellung des Zustandes der Weichteile. Entzündungsbedingte Veränderungen der Sehnenplatte unter dem Fuß können damit sichtbar gemacht werden. 

Nicht-operative Behandlung 

In der Regel kann die Plantarfasziitis konservativ behandelt werden. Zu den nicht-operativen Maßnahmen gehören Injektionsbehandlungen, physiotherapeutische Anwendungen, schmerzlindernde Medikamente und die Versorgung mit weichbettenden Einlagen für die Schuhe. Leider bringt diese in vielen Fällen nur wenig Linderung. Eine weitere etablierte Therapieform bei Fersenschmerzen ist die Röntgenreizbestrahlung des Fußes.