Strahlentherapie

Die Strahlentherapeutische Abteilung ist als Onkologisches Zentrum anerkannt (Brustzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum, Darmkrebszentrum, Pankreaskarzinomzentrum, Kopf-Hals-Tumor-Zentrum, Lungenkrebszentrum, Prostatakrebszentrum).

In unserer Abteilung behandeln wir mit sehr guten Ergebnissen eine Vielzahl von orthopädischen bedingten Erkrankungen (z.B. Tennisarm, Fersensporn, Schulerimpingment). 

Mit modernsten Geräten, hoher Kompetenz und jahrzehntelanger Erfahrung tun wir alles um Krankheiten wie Krebs schonend zu heilen oder Beschwerden zu lindern.

Ganz besonders achten wir auf die optimale Schonung von Organen (z.B. Herz oder Lunge) die bei der präzisen Strahlentherapie nicht im Zielbereich liegen dürfen. 

Bei einigen Tumorarten werden die Strahlen- und Chemotherapie in Kombination angewendet, zum Beispiel bei:

  • Bronchialkarzinomen
  • Rektumkarzinomen
  • Analkarzinomen
  • HNO-Karzinomen
  • Speiseröhrenkarzinomen
  • Gebärmutterhalskarzinomen

 

Zusammen mit ausgebildeten Onkologie-Schwestern können wir unsere Patienten optimal behandeln.

  • Dr. med. Tomas Jamitzky Facharzt für Strahlentherapie

Therapiefelder

Bei der Strahlentherapie behandeln wir immer einen klar umgrenzten Körperbereich unserer Patienten. Um die gesunden Zellen so wenig wie möglich zu belasten, verteilen wir die Therapie auf viele Sitzungen mit jeweils kleiner Strahlendosis. Denn durch die Strahlen werden die Krebszellen geschädigt oder abgetötet. Das gesunde Gewebe rund um den bestrahlten Bereich regeneriert sich jedes Mal zwischen den Sitzungen wieder. Bösartige Zellen erholen sich weniger gut zwischen den Sitzungen als gesundes Gewebe, dadurch kommt es nach und nach zum Absterben von Tumoren.

Die Strahlentherapie umfasst folgende Anwendungsfelder

  • Kurative Strahlentherapie bei bösartigen Erkrankungen

    Wenn eine Heilung möglich ist, spricht man von kurativer Strahlentherapie.

    Bei folgenden Tumorerkrankungen wird die Strahlentherapie eingesetzt:

    Kopf-/Halstumoren, Hirntumoren, Lungentumoren, Tumoren des Magen-/Darmtraktes (Speiseröhre, Magen, Enddarm, Bauchspeicheldrüse), Analkarzinom, Mammakarzinom, Urologische Tumoren (Prostatakarzinom, Harnblasenkarzinom, Seminom), Gynäkologische Tumoren, Hauttumoren, Absiedlungen bösartiger Erkrankungen in Gehirn, Knochen, Haut oder Lymphknoten, Sarkome, Lymphome

  • Palliative Strahlentherapie bei bösartigen Erkrankungen

    Die Strahlentherapie kann auch zur Behandlung von Krebsleiden eingesetzt werden, die nicht vollständig heilbar sind. Im Sinne einer palliativen Intention wird das Tumorwachstum und die weitere Ausbreitung durch Metastasen unterdrückt. Es wird versucht eine schmerzfreie, bessere Lebensqualität zu erreichen.

     

     

  • Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen

    Auch bei gutartigen Erkrankungen kann die Strahlentherapie in niedriger Dosierung eingesetzt werden. Die  therapeutische Röntgenbestrahlung wirkt entzündungshemmend und dadurch schmerzlindernd, zum Beispiel bei:

    Gelenkarthrosen, Fersensporn, Schleimbeutelentzündungen, „Tennisellenbogen“, Achillessehnenreizung

    Sie vermindert überschießende Gewebebildung, zum Beispiel bei:

    Narbenkeloiden, Dupuytren’scher Kontraktur, Induratio Penis plastica, Gynäkomastie

    Weitere Informationen zur Röntgenreizbestrahlung finden Sie hier

  • Spezialbereich simultane Radio-/Chemotherapie

    Bei einigen Tumorarten werden die Strahlen- und Chemotherapie in Kombination angewendet, zum Beispiel bei:

    Bronchialkarzinomen, Rektumkarzinomen, Analkarzinomen, HNO-Karzinomen, Speiseröhrenkarzinomen, Bauchspeicheldrüsenkarzinomen, Gebärmutterhalskarzinomen, Harnblasenkarzinomen, Hirntumoren

    Zusammen mit ausgebildeten Onkologie-Schwestern und einem eigenen Chemotherapiebereich können wir diese Therapien sozusagen „aus einer Hand“ durchführen.

  • Spezialbereich intraoperative Bestrahlung

    Die Einmalige Bestrahlung eines Tumors oder eines Tumorbettes während einer chirurgischen Operation. Es zeichnet sich ab, dass bei sehr kleinen Mammakarzinomen mit bestimmten feingeweblichen Charakteristika in naher Zukunft eine alleinige intraoperative Therapie mit gleicher Heilungschance möglich ist. In seltenen Fällen können wir die IORT auch bei anderen Erkrankungen anwenden, z.B. bei Rezidiven eines Rektumkarzinomes oder bei Sarkomen im Bauchbereich.

    Vorteil der Behandlung: Schonung der Haut, Verkürzung der Behandlungszeit, Senkung der Rate von Lokalrezidiven (=Wiederauftreten des Tumors am selben Ort)

    Das Brustzentrum des St. Elisabeth-Krankenhauses Köln-Hohenlind setzt in Kooperation mit dem Kölner CDT-Strahleninstitut seit Februar 2009 ein neues, mobiles Gerät zur intraoperativen Boost-Bestrahlung mit Elektronen bei Brustkrebs ein. Für diese deutschlandweite Premiere wurde extra ein Operationssaal nach geltenden Strahlenschutzbestimmungen hergerichtet.

    Das Gewebe um den entfernten Tumor kann direkt während der Operation bestrahlt werden, ohne gesundes Gewebe zu schädigen. Die anschließende Nach-Bestrahlung der Gesamtbrust verkürzt sich dadurch um ca. 2 Wochen.

    Die Methode wird eingesetzt bei Patientinnen jeden Alters, wenn sie nur einen Tumor in der Brust haben und das zum ersten Mal. Für die Patientinnen ergeben sich weniger Nebenwirkungen und eine bessere Kosmetik.

  • Bestrahlungstechnik

    In unserer Praxis finden Sie die für eine präzise und individuelle Bestrahlungstherapie notwendige Technik:

    IMRT, Rapid Arc, Stehfelder, Gegenfelder, Mehrfeldtechniken, Rotationsbestrahlung

Geräte

Um Ihnen die bestmögliche Versorgung hinsichtlich Ihrer Strahlentherapie bieten zu können, finden Sie in unserem Institut Geräte und Programme folgender Firmen

Linearbeschleuniger: VARIAN Truebeam
Linearbeschleuniger: VARIAN mit 6 und 15 MeV Photonen und 6 – 20 MeV Elektronen
Linearbeschleuniger: MOBETRON zur intraoperativen Bestrahlung (IOERT) mit 4 – 12 MeV Elektronen
Planungssysteme für die Bestrahlung: IMRT, RapidArc, Eclipse
Computertomograph: General Electric

Unser Team

 

Ein erfahrenes Team aus 5 Ärztinnen und Ärzten, 5 Medizinphysikern, 13 MTRA, 3 Onkologieschwestern sowie 3 Sekretärinnen kümmert sich um Sie, damit den zahlreichen Problemen rund um eine Tumorerkrankung und ihrer Therapie wirkungsvoll begegnet werden kann. 

 

 

  • Dr.med. Tomas Jamitzky Leiter der Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie

    Facharzt für Strahlentherapie
    Onkologisch verantwortlicher Arzt

  • Dr. med. Maria-Elisabeth Heckmann Fachärztin für Strahlentherapie und Palliativmedizin

    Onkologisch verantwortliche Ärztin

  • Angelika Ricke Ärztin für Strahlentherapie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    Onkologisch verantwortliche Ärztin

  • Dipl.-Biol. Dr.med. Shohreh Kazemi Fachärztin für Strahlentherapie
  • Dr. med. Christiana Lütter Fachärztin für Strahlentherapie

Ablauf Behandlung

  • Vorstellungsgespräch

    Vor dem Beginn der Behandlung wird Ihnen zunächst ein Termin für das Vorstellungs- oder Erstgespräch mitgeteilt. Ein Arzt oder eine Ärztin klären Sie über den Ablauf, die Dauer der Behandlung und mögliche Nebenwirkungen auf. Alle Fragen zur Therapie können hier besprochen werden. 

  • Zu diesem Ersttermin sollten Sie mitbringen

    • Eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt
    • Informationen zum bisherigen Behandlungsablauf (Arztbrief, Histologie, Operationsbericht, Medikamentenplan usw.)
    • Aktuelle Röntgenbilder bzw. Computertomographie-, MRT- oder Knochenszintigrammbilder
  • Behandlungsvorbereitung

    In dieser Planungsphase bestimmen die Radioonkologen und Medizin-Physiker anhand der über Sie vorhandenen Unterlagen das genaue Behandlungsgebiet und den genauen Behandlungsablauf. Dazu kann unter Umständen eine Computertomographie (CT) zur Bestrahlungsplanung nötig sein. Sie erhalten den entsprechenden Termin beim Vorstellungsgespräch.

  • CT-Simulation

    Mit einem speziellen Computertomographen (CT) – der CT-Simulation – erfolgt die genaue Einstellung des zu bestrahlenden Gebietes. Unter Umständen müssen bei der Positionierung des Körpers spezielle Lagerungshilfen eingesetzt werden, so dass Ihre Lage während der einzelnen Behandlungen stabil bleibt. Auf Ihrer Haut werden die Feldmarkierungen aufgetragen. Es ist wichtig, dass diese Markierungen während der Behandlung nicht entfernt werden. Markierungen im Gesichts- und Halsbereich werden auf einer individuell für den Patienten angefertigten Maske aufgezeichnet.

  • Wie geht die Bestrahlung vor sich

    Ein Bestrahlungszyklus beinhaltet 10-30 Behandlungen, die Anzahl ist unter anderem abhängig von der Erkrankung und der Lokalisation des zu bestrahlenden Gebietes. Diese Behandlungen erhalten Sie täglich von Montag bis Freitag – außer an Sonn- und Feiertagen – zu einem festen Termin. Bringen Sie dazu bitte ein großes Badetuch mit, auf das Sie sich während der Behandlung legen können. Die eigentliche Bestrahlung dauert nur wenige Minuten.

  • Was müssen Sie während der Behandlung beachten

    Während der Strahlenbehandlung sollten Sie die Haut im Bestrahlungsgebiet absolut trocken halten und 3 - 4 mal täglich mit Babypuder behandeln. Eine ausreichende Ernährung während der gesamten Bestrahlung ist vorteilhaft. Es ist meist nicht nötig, eine spezielle Diät einzuhalten. Bei Bestrahlungen des Halses und des Oberkörpers sollten Sie Zitrusfrüchte und -Säfte (z.B. Orangen, Zitronen, Kiwis …) sowie Salatessig und scharfe Speisen meiden, denn sie reizen die Schleimhäute im Mund, in der Speiseröhre und im gesamten Verdauungstrakt zusätzlich. Auf den Genuss von Alkohol und Nikotin sollten Sie während der Bestrahlung verzichten. Bei Bestrahlung des Bauchraumes kann es zu Unverträglichkeiten von Kaffee und Milchprodukten kommen.

  • Mögliche Nebenwirkungen

    Die meisten Patienten vertragen die Strahlentherapie gut, so dass die Therapie ambulant durchgeführt werden kann. Gelegentlich können jedoch Nebenwirkungen auftreten. Diese hängen unter anderem vom bestrahlten Tumorvolumen, von der Dosis und von individuellen Faktoren ab.

    Hautverbrennungen, wie sie früher bei älteren Bestrahlungsgeräten und -techniken beobachtet wurden, sind heute selten. Jedoch kann die Haut bei der Bestrahlung bei empfindlichen Patienten in Mitleidenschaft gezogen werden: Sie kann wie bei einem Sonnenbrand reagieren, eine Reaktion, die sich nach der Behandlung wieder zurückbildet. Während der Behandlung gilt jedoch: Die Haut im Bestrahlungsgebiet soll nicht gewaschen werden. Es dürfen auch keine Cremes oder Deodorants in diesem Bereich verwendet werden. Sollten bei Ihnen in dieser Zeit Probleme auftreten, wenden Sie sich bitte an den Arzt oder die Ärztin.

    Bei vielen Patienten kommt es im Laufe der Behandlung zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Auch diese Symptome bilden sich im Laufe weniger Wochen nach Abschluss der Behandlung zurück. Einige Nebenwirkungen sind vom Ort der Bestrahlung abhängig: Sind zum Beispiel bei Bestrahlung des Mund- und Rachenraumes Schleimhäute und Speicheldrüsen im Bestrahlungsfeld, kann es zu Entzündungen im Mund- und Rachenraum und zu Mundtrockenheit kommen. Sind Magen und Darm im Bestrahlungsfeld, können Durchfälle und Übelkeit auftreten. Wird das Becken bestrahlt, kann es zu Blasen- und Harnröhrenreizungen kommen. Wird eine Kombination mit einer Chemotherapie durchgeführt, kann es zu einer Blutbildveränderung kommen, bei diesen Behandlungen wird das Blutbild regelmäßig kontrolliert. In ca. 5 % können chronische, meist irreversible Behandlungsfolgen nach Jahren der Behandlung auftreten.

    Ihr Arzt wird sie über das Risiko bei der jeweiligen Art des Bestrahlungsvolumens aufklären. Diese möglichen Veränderungen sind der Grund, dass parallel zur regelmäßigen Tumornachsorge eine strahlentherapeutische Nachuntersuchung notwendig ist.

Therapeuten im Tumorzentrum

 

Eine optimale Krebstherapie ist nur durch eine enge Zusammenarbeit von chirurgischen, gynäkologischen, internistischen und strahlentherapeutischen Onkologen zu verwirklichen. In vielen Fällen ist zusätzlich die Mitarbeit von Psychoonkologen sinnvoll. 

Wir sind hauptverantwortliche Strahlentherapeuten in folgenden zertifizierten Zentren

Brustzentrum Köln-Hohenlind, St. Elisabeth Krankenhaus
Darmzentrum Köln-Hohenlind, St. Elisabeth Krankenhaus
Darmzentrum Köln Nord/West, Vinzenz Hospital, Heilig Geist Krankenhaus, St. Franziskus Hospital
Prostatazentrum Köln/Gartenstadt Nord, Heilig Geist Krankenhaus (in Planung)

Regelmäßige Tumorenkonferenzen gemeinsam mit uns finden in folgenden Kliniken statt

St. Elisabeth Krankenhaus, Köln Hohenlind
Malteser Krankenhaus Köln, St. Hildegardis
Ev. Krankenhaus Köln-Weyertal
St. Vinzenz Hospital, Köln
Krankenhaus der Augustinerinnen, Köln
Heilig Geist Krankenhaus, Köln
St. Marien-Hospital, Köln
Mariahilf Krankenhaus, Bergheim

Zertifikate