Früherkennung von Lungenkrebs

In Deutschland stellt der Lungenkrebs von allen Tumorerkrankungen die häufigste Todesursache dar. 

Wie bei anderen Krebsarten auch, ist die Lebenserwartung um so geringer, je später die Erkrankung festgestellt wird. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krebs besonders wichtig.  

Wie bei anderen Krebsarten auch (z.B. Brustkrebs), stellt die radiologische Vorsorgeuntersuchung die erfolgreichste Maßnahme dar, um frühzeitig kleinste unklare Lungenherde zu erkennen. So kann der Lungenkrebs rechtzeitig erkannt werden und die Chancen, ihn in einem frühen Stadium zu heilen, steigen. 

Raucher und Personen, die beruflich krebsauslösenden Substanzen ausgesetzt sind, zählen zur Risikogruppe für ein Bronchialkarzinom. Bei aktiven Rauchern ist das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken 12 bis 22 mal höher als bei Nichtrauchern.

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Wie oft sollte man sich vorsorglich untersuchen lassen? 

Rauchern wird eine jährliche Kontrolluntersuchung empfohlen. Dabei sollten die Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr beginnen, eine persönliche Risikoabschätzung sollte jedoch auch andere Faktoren berücksichtigen (z. B. familiäre Belastung). 

Ehemalige Raucher sollten die Vorsorgeuntersuchung die ersten 10 Jahre nach ihrem Nikotinverzicht regelmäßig wiederholen. Nach etwa 10 Jahren entspricht das Krebsrisiko dem der Nichtraucher.

Welche Methoden eignen sich für eine Früherkennung? 

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes kann einen Tumor je nach seiner Lage bestenfalls ab einer Größe von einem Zentimeter darstellen. 

Mit der Computertomographie werden Tumore schon ab einer Größe von wenigen Millimetern erkannt. Darüber hinaus wird mit entsprechenden Techniken die Röntgendosis so weit reduziert, dass sie weitgehend der Strahlenbelastung einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung der Lunge entspricht.

Bei uns im Strahleninstitut CDT erfolgt die Niedrigdosis Computertomographie der Lunge mit dem modernsten 64-Zeilen-CT.

Vorteile

nicht invasive Untersuchung
Tumore mit wenigen Millimetern Größe erkennbar
sehr geringe Strahlenbelastung

Was passiert, nachdem ein unklarer Lungenrundherd entdeckt wurde? 

Zeigt die Untersuchung der Lunge einen oder mehrere verkalkte Rundherde, ist das meistens Folge einer früheren ausgeheilten Lungenentzündung. 

Bösartige Veränderungen – Punktion 

Wenn die Lungenrundherde eher bösartige Veränderungen aufweisen , erfolgt zur weiteren Abklärung eine Punktion. 

Gutartige Veränderungen – Kontrolluntersuchungen 

Bei Lungenrundherden, die eher gutartige Veränderungen aufweisen, erfolgen in viertel- bis halbjährlichen Abständen, je nach Ausgangsgröße, Kontrolluntersuchungen zur Beurteilung von Größenveränderungen. 

Bei manchen Herdbefunden kann auch eine zusätzliche intravenöse Kontrastmittelgabe weiteren Aufschluss über die Möglichkeit einer bösartigen Veränderung geben.